
Nachfolgend einige Hinweise/Regeln zur Verwendung der LaTeX-Vorlage
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Stand: 16.03.2011 (woru)
Autor: Wolfgang Runte


In dieser LaTeX-Vorlage sind beispielhaft einige Konstrukte angegeben,
die im Rahmen der Erstellung einer Abschlussarbeit sinnvoll eingesetzt
werden können. Bei kompakteren Arbeiten kann ggf. die Untergliederung
mittels \part{} entfallen und entsprechend im LaTeX-Code
auskommentiert werden. Diese LaTeX-Vorlage sollte grundsätzlich auch
für umfangreichere Arbeiten wie z.B. eine Dissertation verwendbar
sein.

Außerdem ist in diesem Dokument ist eine beispielhafte Gliederung für
Bachelor- bzw. Diplomarbeiten und Masterarbeiten enthalten. Die
Überschriften der einzelnen Abschnitte stehen daher nur sehr bedingt
mit dem Inhalt der jeweils darin enthaltenen Beispiele in Beziehung.

Zur Nutzung dieser LaTeX-Vorlage wird ein Makefile verwendet (siehe
den dort enthaltenen Hilfetext). Neben einer Ausgabe im DVI-, PS- und
PDF-Format ist die Generierung einer HTML-Fassung mittels LaTeX2HTML
vorgesehen. Im Quelltext dieser Vorlage sind entsprechende "`Weichen"'
vorgesehen, so dass für LaTeX, pdfLaTeX und LaTeX2HTML der jeweils
geeignete Code verwendet wird.

Getestet wurde diese Vorlage zuletzt mit der Distribution "TeX Live"
in der Version "2007" unter Ubuntu Linux 9.04.


Befehle zur Dokumentenuntergliederung:
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\part{...}
\chapter{...}
\section{...}
\subsection{...}
\subsubsection{...}
\paragraph{...}
\subparagraph{...}


Präfixe für referenzierbare Label:
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sec:    - Kapitel/(Unter-)Abschnitte
fig:    - Abbildungen
tab:    - Tabellen
def:    - Definitionen
bsp:    - Beispiele
anhang: - Anhänge


Zitier- und Verweisregeln:
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1. wörtliche Zitate nur mit "..." [Lit.] am Ende kennzeichnen
2. inhaltliche Zitate mit ... (vgl. [Lit.]) kennzeichnen
3. interne Querverweise nach Abschnitt, Kapitel, Anhang oder
   Definition(!) mit "vgl. Abschnitt/Kapitel/Anhang/Definition ..."
4. Verweis auf eine Abbildung, Tabelle oder Algorithmus mit
   "siehe Abbildung/Tabelle/Algorithmus ..."
5. Querverweise auf Literatur innerhalb der Bibliographie ggf.
   ebenfalls mit "vgl. [Lit.]"


Verweise:
=========
\fullref - Bsp.: "Abbildung 2.1 auf Seite 7" (im "fließenden" Text)
\newref  - Bsp.: "Abbildung 2.1, S. 7" (bei einem Verweis in Klammern)
\vref    - Bsp.: "Abbildung 2.1 auf der nächsten Seite" (wenn sich die
                 referenzierte Quelle in unmittelbarer Nähe befindet)
-> Werden für die HTML-Version in normalen \ref-Befehl umgewandelt.


Anmerkungen zum Stil dinat.bst für das Literaturverzeichnis:
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- "Manual"/"Misc": ergaenzt "(Veranst.)" hinter "Organization"!
- "InBook": setzt "Kap." & "S." direkt hinter den Titel; fuer Teil
  eines Buches, der nicht unbedingt ueber einen eigenen Titel verfuegt
  (ansonsten besser: "InCollection")
- "TechReport": wird hier fuer Forschungsberichte, Manuals und reine
  Webadressen eingesetzt (fuer letztere, weil dort "Organization"
  nicht nutzbar ist); bei Forschungsberichten wird die englische
  Bezeichnung und die Nummer bei "Number" eingetragen, "Type" bleibt
  frei, so dass automatisch "Forschungsbericht" eingetragen wird; fuer
  Manuals und Webadressen wird das "Number"-Feld genutzt
  Versionsinformationen unterzubringen (Version, Release, Edition,
  ...), "Type" kennzeichnet hier den Typ der Veroeffentlichung
  (z.B. Handbuch, Online Handbuch, Manual, Datasheet, Tutorial, ...)


Schriftarten:
=============
normal:         \textrm{text} alt: {\rm text}
Sans-Serif:     \textsf{text} alt: {\sf text}
fett:           \textbf{text} alt: {\bf text}
normale Stärke: \textmd{test}
kursiv:         \textit{text} alt: {\it text}
schräg:         \textsl{text} alt: {\sl text}
aufrecht:       \textup{test}
Kapitälchen:    \textsc{text} alt: {\sc text}
Typewriter:     \texttt{text} alt: {\tt text}
Hervorgehoben:  \emph{text}   alt: {\em text}
Unterstrichen:  \underline{test}
wörtlich:       \verb{text}
Normalschrift:  \textnormal{test}
Normalschrift:  \normalfont test

Warum sollte man die alten Befehle nicht verwenden? Die alten Befehle
unterstützen nicht die Schriftverwaltung von LATEX2e. {\bf foo} zum
Beispiel setzt alle schon vorhandenen Schriftattribute zurück, bevor
es foo fett druckt. Das führt dazu, dass man nicht einfach einen
fett-kursiven Stil durch {\it \bf Test} definieren kann. Die aktuellen
Befehle \textbf{\textit{Test}} hingegen verhalten. Ferner gibt es bei
den alten Befehlen keine Italic-Korrektur(!)
http://www.dante.de/CTAN/info/german/l2tabu/l2tabu.pdf


Schriftgrößen:
==============
\tiny
\scriptsize
\footnotesize
\small
\normalsize
\large
\Large
\LARGE
\huge
\Huge

flexible Schriftgröße:
{\fontsize{26.00}{30.00} \selectfont test}


Index-Marken:
=============
\index{put@\it{put}\rm|uu}
(kursiv und Seitenzahl unterstrichen)


Abstände:
=========
\@ : am Satzende, wenn Satz mit Großbuchstaben endet
     {\citep[vgl.][S.~45]{kopka96latex}}
\  : \ gefolgt von einem Leerzeichen - normaler Wortabstand
~  : wie oben, jedoch keine Trennung am Zeilenende
\, : kleiner Wortabstand, ebenfalls keine Trennung am Zeilenende


Silbentrennung:
===============
Trennung bei mit - zusammengesetzen Wörtern erlauben: "= anstatt -.

ACHTUNG: Innerhalb von \caption{} kein "= als Bindestrich verwenden,
weil in der HTML-Version ansonsten die Nummerierung der Abbildungen
fehlt(!!)

Vorgehen wenn Wörter falsch getrennt werden:

* Gewünschte Trennung mit \hyphenation{ Tren-nung Ur-in-s-tinkt } im
  Dokument-Header angeben.

* An Ort und Stelle der falschen Trennung direkt im Wort einen
  Vorschlag mit \- (ausschließlich an den so markierten Stellen kann
  getrennt werden) oder "- (an dieser Stelle kann ebenfalls getrennt
  werden) einfügen:

      Ur\-ins\-tinkt ergibt Ur=ins=tinkt.
      Ur"-instinkt ergibt Ur=in=s=tinkt.

* Wörter mit einem Bindestrich werden nur an diesem getrennt. Die
  Trennung kann gänzlich verhindert werden, falls "~ statt des
  Bindestrichs geschrieben wird. Für eine Trennung am Bindestrich und
  an weiteren Stellen im Wort kann "= genutzt werden.

      Arbeiter-Unfallversicherungsgesetz ergibt
      Arbeiter=Unfallversicherungsgesetz und sonst keine Trennung.

      Arbeiter"~Unfallversicherungsgesetz wird nirgendwo getrennt.

      Arbeiter"=Unfallversicherungsgesetz ergibt
      Ar=bei=ter=Un=fall=ver=si=che=rungs=ge=setz.

* Falls ein Wort gar nicht getrennt werden soll (Klassenname,
  technische Abkürzung, etc.) dann kann das Wort an Ort und Stelle
  entweder in eine \mbox{untrennbar}gesetzt werden oder im Header als
  \hyphenation{ untrennbar }.

http://www.rz.rwth-aachen.de/vr/teaching/seminars/info/latex.php

Manuelles Umbrechen von URLs mittels \href (das normale LaTeX ist im
Gegenstatz zu pdfLaTeX dazu nicht automatisch in der Lage), z.\,B.:

Abrufbar von:
\href{http://www.uni-bremen.de/campus/campuspress/altpress/02-135.php3}{\tt http://www.uni-bremen.de/campus/campuspress/altpress/}\\
\href{http://www.uni-bremen.de/campus/campuspress/altpress/02-135.php3}{\tt 02-135.php3}

Alternativen:
- Verwendung des Pakets "nohyperref": deaktiviert alle "klickbaren"
  Features von "hyperref"; Postscript-Datei wird von LaTeX mit korrekt
  umgebrochenen URLs erzeugt
- Verwendung des Pakets "breakurl": Erweiterung von "hyperref", so
  dass beim Kompilieren via via latex + dvips + ps2pdf URLs
  umgebrochen werden können


Fußnoten:
=========
{\footnote{}} in separate Klammern {} (alternativ abschließender \),
weil in der HTML-Version nach einem Absatz (im LaTeX-Code) ansonsten
ein nachfolgendes Leerzeichen verschluckt wird.

auch: \footnote in {} einklammern weil...
- in der HTML-Version wird dann grundsätzlich nur "..." vorweg
  geschrieben, ansonsten können Fehler auftreten, z.B. durch ein
  \index{...} vor dem letzten Wort vor \footnote, ohne Leerzeichen
  dazwischen;
- ansonsten in der HTML-Version hinter dem Fußnotenzeichen des öfteren
  das Leerzeichen vergessen wird(!)


Weichen für LaTeX / pdfLaTeX / LaTeX2HTML:
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bedingter Text:
\begin{latexonly} ... \end{latexonly} 
\begin{htmlonly} ... \end{htmlonly} 

Kurzform:
\latex{...}
\html{...}

http://www.ztt.fh-worms.de/de/seminararbeiten/ss97/latex2html/l2h/l2h-node20.html (bedingter Text)

globale Definitionen möglich (das einzige, was pdfLaTeX versteht):
%begin{latexonly} und %end{latexonly}

\htmladdnormallink{<text>}{<URL>}
\htmladdnormallinkfoot{<text>}{<URL>}
http://www.ztt.fh-worms.de/de/seminararbeiten/ss97/latex2html/l2h/l2h-node22.html (Hyper-Links in LaTeX)

Dokumenten-interne Hyperlinks:
\htmlref{<text>}{<label>}
\hyperref{<HTML>}{<LATEX1>}{<LATEX2>}{<label>}
(funktioniert nicht mit (pdf)LaTeX)
http://www.ztt.fh-worms.de/de/seminararbeiten/ss97/latex2html/l2h/l2h-node23.html (symbolische Referenzen)
\hyperlink{<label>}{<text>} und \hypertarget{<label>}{<text>}
(funktioniert nicht mit HTML)
\hyperref[other]{that nice section (\ref*{other}) we read before}
(funktioniert nicht mit HTML)
http://www.tug.org/applications/hyperref/manual.html

http://www.ztt.fh-worms.de/de/seminararbeiten/ss97/latex2html/l2h/
http://www.ztt.fh-worms.de/de/others/sem/ss97/latex2html/l2h/
http://www.hrz.uni-dortmund.de/A1/kurse/unterlag/latex2html/l2h.html


Satzanfänge variieren:
======================
außerdem
des Weiteren
darüber hinaus
ferner
überdies
weiterhin
zudem


Kurze Einleitungssätze (2--3) über den Kapitelinhalt:
=====================================================
* im folgenden Kapitel erfolgt
* der folgende Abschnitt
* dieses Kapitel
* dieser Abschnitt
* dieser Teil der Arbeit

1: An dieser Stelle
2: Im Folgenden ...
3: In diesem Kapitel ...
4: Dieser Teil der Arbeit ...
5: Im ersten Teil dieses Kapitels ...
[a: Im diesem Kapitel ...          ]
[b: In  diesem Teil der Arbeit ... ]
6: Im folgenden Kapitel ...
7: Dieser Abschnitt ...
8: An dieser Stelle folgt ...
9: In diesem Kapitel ...

